Senioren Saison Bilder


Meisterschaft und Aufstieg "Perfekt"!

Der Vorstand gratuliert den Trainern und der Mannschaft
für die sehr guten Leistungen!

 

Martin Dolezych dirigiert den SC-Chor zum Aufstiegslied und stimmt in Vorfreude auch auf den neuen "Ligarivalen" RWL vom Nattenberg ein. Foto: J. Hellwig

Der SC Lüdenscheid verzeichnet seinen größten Erfolg in seiner bisherigen Vereinsgeschichte. Heute machte unsere 1. Mannschaft die Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Bezirksliga auf dem Wehberg perfekt. Im Heimspiel gegen den SC Plettenberg sahen die vielen Zuschauer eine von Anfang an dominierende Heimelf, die in der 1. Halbzeit etwas unglücklich im Abschluss agierte. Die erarbeiteten Chancen wurden reihenweise vergeben, oder die Plettenberger wurden im Strafraum umgeschossen. Vom SC Plettenberg war nichts zu sehen. Dieses lag daran, dass unsere Senioren schon in der Hälfte der Plettenberger Druck ausübten und teilweise durch geschickte Raumaufteilung dem Gegner überhaupt keine Chance zur Entfaltung ließen. Trotzdem hieß es zur Pause nur 0:0, was dem Spielverlauf überhaupt nicht entsprach.
Dieses änderte sich schlagartig und hoch verdient in der 2. Hälfte. In der 47. Minute legte Jan-Philipp Schulte auf Dominik Schwenck, und dieser erzielte freistehend das 1:0. Der Druck auf das Plettenberger Tor nahm weiter zu. In der 61. Minute gab es Freistoß aus halbrechter Position. Dominik Schwenck legte sich den Ball zurecht und zirkelte das Leder zum 2:0 ins Eck.

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Weitere Angriffe rollten auf das Plettenberger Tor. Einer der schönsten über die rechte Seite fand in der 64. Minute den am Elfmeterpunkt völlig blank stehenden Manuel Wolf, der sich den Torwart zurechtstellte und den  Ball zum 3:0 platziert ins Netz beförderte. Es blieb am Ende beim 3:0 Heimerfolg und großer Jubel kam auf, als bekannt wurde, dass unser Verfolger TSV Lüdenscheid gegen TuS Plettenberg nur 2:2 spielte.

"Historischer" Aufstieg für den SC 

Letzter Direktaufsteiger des Kreises / Schmalenbach im Krankenstand

Von "historischen" Fußballereignissen ist dieser Tage oft die Rede, vornehmlich im Süden der Republik. Aber auch in die Bergstadt hat der Begriff Einzug gehalten, denn der SC Lüdenscheid darf mit dem Bezirksliga-Aufstieg in Anspruch nehmen, letzter Direktaufsteiger aus dem Kreis zu sein, denn künftig wird der Meister wegen geringer Anzahl von  Teams im Kreis Lüdenscheid eine Relegation spielen müssen.

 

Den SCern kann's derzeit und nach eigener Vorstellung auch künftig egal sein: "Nie mehr Kreisliga", skandierten die Kicker nach dem 3:0 über den SC Plettenberg und dem Punktverlust von Verfolger TSV am Wehberg. Voller Inbrunst und Überzeugung in der Spielzeit 13/14 auch auf Bezirksebene anders als Vorgänger TuS Stöcken/Dahlerbrück mithalten zu können. "Wir freuen uns auf die Bezirksliga und möglichst viele Nachbarschaftsderbys", frohlockt Erfolgstrainer Mike Wohlpart und drückt deshalb dem Nachbarn SV Hellas die Daumen, dass auch die Griechen den Ligaverbleib schaffen.

 

Weit weniger erfreut war der SCL-Trainer, dass der andere Nachbar, Rot Weiß, das Saisonfinale seiner Zweitvertretung gegen den Meister am Sonntag am Nattenberg abgesagt hat. "Das ist unschön, wir hätten das Saisonfinale als Meister gerne gespielt", sieht der Erfolgscoach die Rot-Weißen als Spielverderber bei der "Saison-Kür". Anständig gefeiert haben die Kicker vom Wehberg bereits am Sonntagabend: Angefangen im "Wappen", der einstigen Vereinskneipe des Mit-Gründungsklubs Grün-Weiß, zogen Kicker und Trainer von der Heedfelderstraße durch die Innenstadt, wo schließlich die improvisierte Aufstiegsfeier in der Bodega Bar in der Grabenstraße ausklang. "Der Vorstand stößt erst am Freitag bei der offiziellen Feier auf dem Wehberg dazu", erklärte Wohlpart den "intimen" Kreis von Sonntagabend, den einer gern erweitert hätte, der aber als "geschichtlicher" Pechvogel des Meisterschaftswochenendes gelten darf: Fußball-Abteilungsleiter Peter Schmalenbach wurde nämlich wegen einer schweren Entzündung im Knie am Fronleichnamstag in die Sportklinik Hellersen eingeliefert und musste die Krönung auch seiner Arbeit hinter den Kulissen vom Krankenbett aus mitverfolgen:

"Da arbeitest du sportlich jahrelang auf diesen Tag hin und dann kannst du nicht dabei sein", war Schmalenbach sichtlich traurig, dass ihm die schönen Stunden direkt nach dem Triumph entgingen. Ob er am Freitag noch in den Feierzug - zur Not mit Krücken - "humpeln" darf, steht zwar noch in den Sternen, doch sonst wird die Feier mit dem Fußball Boss sicher nachgeholt.

 

Jubel ohne Grenzen nach dem Aufstieg in die Bezirksliga

zwei schöne Tore von Dominik Schwenck sorgten für die Vorentscheidung
zwei schöne Tore von Dominik Schwenck sorgten für die Vorentscheidung

Der Spannungsbogen war bis zum Zerreißen gespannt. Erst per Zeitschloss wurde gestern am Wehberg der Meisterjubel mit Silvesterböllern gezündet, durfte der SC Lüdenscheid nach dem verdienten 3:0 (0:0) über den SC Plettenberg und der Kunde vom Remis im Verfolgerduell Meistertitel und Aufstieg bejubeln.


Bis sich Mike Wohlpart und seine Schützlinge aber der ungezügelten Freude und den Schlachtgesängen ("nie mehr Kreisliga") hingeben konnten, hatten sie aber noch ein hartes Stück Arbeit zu verrichten, denn der Gast aus der Vier-Täler-Stadt leistete eine Stunde lang erbitterten Widerstand. Zwar musste die Schuliers-Truppe mit Schlotmann und Schneider ihre Haupttorschützen ersetzen und hatte so nicht allzu viel Durchschlagskraft zu bieten, aber leicht machte sie dem SCL den entscheidenden Erfolg auf den Meistertitel vor allem in Halbzeit eins nicht, als sich die Gäste energisch in die Zweikämpfe bissen, vor allem SCL-Torjäger Maehne komplett im Schatten des langen Al stand. Dennoch hatte der SCL tolle Chancen, mit denen er aber entweder sträflich umging ( Schwenck/17., König/23. und Wolf/24. sowie 41.) oder am glänzend aufgelegten SCP-Keeper Klose scheiterte ( Wolf/21, Kunde/26., Schulte und Maehne/34. sowie Michael Dolezych/44.).Auf der Gegenseite musste der SCL nach einem von Freund und Feind verpassten Freistoß von Volkan Öztürk (31.) und einem Kopfball Stibers (32.)durchatmen.

 

Nach Wiederbeginn machte der Meister aus der Kreisstadt dann aber alles klar, avancierte Dominik Schwenck zum "Dosenöffner" des verschlossenen SCP Bollwerks. Nach schönem Doppelpass mit Maehne gelang dem Linksfuß das 1:0 (47.). Und nachdem Karagkiozopoulos gegen Stiber gerettet hatte (49.), legte Schwenck mit einem schönen Freistoß zum 2:0 nach (61.).
Danach fiel der Widerstand des Gastes zusammen wie ein Kartenhaus. Wolf (64.) erhöhte zum Enstand von 3:0, der Rest war nach dem Schlusspfiff gespanntes Warten und erlösender Jubel. (Jörg Hellwig)

 

SC Lüdenscheid kehrt in die Bezirksliga zurück

3:0 Sieg über den Namensvetter aus Plettenberg, aber der erste Jubel beim SC Lüdenscheid auf dem Spielfeld war noch verhalten, hatte keinen Meisterschaftscharakter, auch wenn die Mannschaft schon "Der SCL ist wieder da" angestimmt hatte. Eine "Sch....situation" ärgerte sich Trainer Mike Wohlpart zunächst, weil das Verfolgerduell auf dem Wefelshohl zwischen dem theoretisch letzten verbliebenen Verfolger TSV Lüdenscheid und TuS Plettenberg mit halbstündiger Verspätung angepfiffen worden war. Aber aufgeschoben war nicht aufgehoben - gut 30 Minuten nach dem Abpfiff startete am Wehberg eine einzige Jubelorgie. Der TSV hatte nicht gewonnen, die SCer sind Kreisliga-Meister und damit nach dem damaligen Abstieg von 1999 im Jahr nach der Clubgründung wieder in die Bezirksliga zurückgekehrt. Als Mitglied des einen Vorläufervereins SpVg 28/32 hatte damals Mike Wohlpart als Spieler maßgeblich am Aufstieg mitgewirkt. Diesmal stand er als Trainer vornehmlich an der Seitenlinie. Klar, dass der SCL nicht nur ein Fass aufmachte, sondern auch unüberhörbare Meisterböller zündete, bevor sich Spieler, Trainer und das Betreuerteam nach einer ebenso langen wie stark gespielten Saison die Belohnung in Form einer ausgiebigen Sause holten. ( Jörg Hellwig )

 

Erfolgsgaranten Kollektiv und breiter Kader - SC Lüdenscheids Trainer Mike Wohlpart  im Gespräch / auch Glück gehört dazu

Einen Spieltag vor Saisonende hat sich der SC Lüdenscheid einen Traum erfüllt, ist 14 Jahre nach dem Abstieg in die Fußball-Bezirksliga
zurückgekehrt. Mit Erfolgstrainer Mike Wohlpart sprach Sportredakteur Jörg Hellwig.

Hallo Mike, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg. 2010 bist du in deiner ersten Saison als Senioren-Spielertrainer mit Brügge abgestiegen, in der zweiten Trainer-Saison mit dem SCL nun dorthin aufgestiegen. Liebst du die Extreme?
Wohlpart: " Danke, das könnte man meinen, wenn man zurückblickt. Aber wer so einen bitteren Abstieg erlebt hat wie ich und von meinen Spielern hier Marvin Schreyer, der muss einfach auch mal die schöne Seite kennen lernen. Es war einfach eine geile Saison."
Worin lagen die Stärken des SCL?
Wohlpart: "Eine unserer größten Stärken war sicher das Kollektiv und der breite Kader. Wir haben ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl, auch wenn es nicht immer einfach ist, mit so vielen Spielern im Kader zu arbeiten und dabei alle bei Laune zu halten. Natürlich hat es Unstimmigkeiten gegeben, aber letztlich haben sich alle zusammengerauft und sind im Zweifelsfall auch einmal den Umweg über die "Zweite" gegangen, um sich wieder zu empfehlen.
Gerade zum Saisonende hat sich gezeigt, dass jeder gebraucht wird, da wir
Ausfälle wegstecken konnten, während der SC in den Vorjahren am zu dünn besetzten Kader scheiterte."
Ende März hattet ihr sieben Punkte Vorsprung, Ende April nach Niederlagen
gegen den TSV, Herscheid und TuS Plettenberg nur noch einen. Kamen da
Zweifel auf?
Wohlpart: "Eigentlich nicht, denn nur gegen den TuS haben wir völlig zu Recht verloren. Die anderen Niederlagen waren vermeidbar, aber weil die Konkurrenten in der Phase ebenfalls Federn gelassen haben und wir vorn blieben, war mir persönlich klar: Wenn du das Glück hast, dann steigst du auch auf."
Ihr habt euch hinter den Kulissen sicher schon Gedanken gemacht. Haltet ihr am Aufstiegsteam fest oder sucht ihr Verstärkungen?
Wohlpart: "Natürlich soll sich erstmal unsere Aufstiegsmannschaft in der
Bezirksliga selbst belohnen. Aber die eine oder andere Verstärkung ist bei uns schon noch willkommen. Das machen wir nicht an Positionen fest, sondern daran, wer menschlich ins Mannschaftsgefüge passt. Entscheidungen sind aber noch keine gefallen."
Danke für das Gespräch