Pokalverteidiger siegt "glücklich" erst in der Verlängerung

Die Fußball-A-Junioren des TuS Plettenberg haben den Kreispokal erfolgreich verteidigt. Die Landesligaelf von Trainer Bernd Kattwinkel musste sich auf dem Lüdenscheider Honsel gestern Abend aber gewaltig strecken, um den zwei Klassen tiefer spielenden Nachwuchs des SC Lüdenscheid mit 4:2 (0:1,1:1,3:1) nach Verlängerung in die Knie zu zwingen.
Das Team von SC-Trainer Volker Schneider leistete dem großen Favoriten nämlich erbitterten Widerstand in einem sehr temporeichen und hoch spannenden Duell. Patrick Lange (Bild) hatte die Bergstädter vor dem Seitenwechsel in Führung gebracht (38.). Danach vergaben die SCer sogar zweimal eine mögliche Vorentscheidung, ehe der TuS nach 64 Minuten durch den neben Mucha herausragenden Kapitän Stremel ausglich. Bis zur 100. Minute dauerte es, ehe Hüttebreuker mit einem Sonntagsschuss den TuS auf die Siegerstraße schoss. Aharroud (104.) und Lang (106.) sorgten dann für die Entscheidung, bevor Litau (11.) zum 2:4 Endstand traf. Staffelleiter Helmut Jansen (Altena) lobte bei der Siegerehrung vor allem den "fairen Umgang nach einem Klassespiel". (LN-jig)

 

SCL und TuS Plettenberg liefern sich tolles Duell / Ein starker Verlierer
Lüdenscheid
  Donnernder Applaus, eine freundliche Gratulationscour des enttäuschten Verlierers und ein ausgelassener Pokalsieger: Auf dem Honsel verbreitete sich am Dienstag beim A-Junioren-Kreispokalfinale zwischen dem Kreisligisten SC Lüdenscheid und Landesligist TuS Plettenberg (2:4 nach Verlängerung trotz frostigen Temperaturen eine Wohlfühlatmosphäre.
A-Junioren Staffelleiter Helmut Jansen (Altena) war jedenfalls begeistert: Nicht nur über 120 packende und temporeiche Minuten auf dem Feld, sondern vor allem vom fairen Umgang miteinander. Der gute Schiedsrichter Alessio Murone hatte nur zweimal gelb zücken müssen und nach der Partie gratulierte der SC Lüdenscheid bei aller Enttäuschung über die nur knapp verpasste Sensation dem siegreichen Gegner sportlich fair. Wie es sich gehört eben. "Das habe ich in den vergangenen Jahren aber schon ganz anders erlebt" freute sich Jansen über den positiven Auftritt der eingesetzten 30 Akteure und des Anhangs. Der hatte sich zumindest in den Spielpausen im geheizten "Anbau" des von allen beteiligten geschätzten Honsel-Servicebereiches erwärmen können.
Doch dafür sorgte eigentlich auch das Spielgeschehen auf dem Kunstrasen. Hohes Tempo, rassige Zweikämpfe, schöne Tore und zwei starke Keeper - SC-Feldspieler Frederik Mühlhoff war zum Schlussmann umfunktioniert worden - sorgten für reichlich Kurzweil am Spielfeldrand. SCL-Trainer Volker Schneider und sein Sohn Marcel hatten die Bergstädter blendend auf den zwei Klassen höher spielenden Gast vorbereitet. Eine gute Defensiv-Organisation ließ lange nur wenig Torchancen der Viert-Täler-Städter zu und offensiv setzten die Lüdenscheider feine Nadelstiche, die den TuS öfters in Verlegenheit brachten.
Wer weiß, was passiert wäre, hätte Niklas Friemann (Bild) die Riesenmöglichkeit gegen Gulas in der 47. Minute zum 2:0 genutzt, oder wäre Lange nicht nur um Zentimeter am Schulte-Freistoß vorbeigerutscht (50.). Allerdings hatte Mühlhoff in Halbzeit zwei auch mehrfach Gelegenheit, sich gegen TuS-Kapitän Stremel auszuzeichnen, so dass der Favoritensieg des Teams von Bernd Kattwinkel unterm Strich in Ordnung ging. Der SC durfte aber erhobenen Hauptes das Feld verlassen (LN-jiig)

SCL: Mühlhoff - Gruber - Schulte - Gurian - Tekin - Tatay - König - Geilen - Friemann - Eick - Lange; Maleshaj - Rutkowski - Litau - Yüksel


A-Jugend-Kreispokalfinale: SC Lüdenscheid - TuS Plet­tenberg 2:4 (1:1, 1:0) nach Verlängerung.
Der Favorit und Titelverteidiger hat sich nach 120 Minuten auf dem Sportplatz Honsel durchge­setzt. Die Mannschaft von Trainer Bernd Kattwinkel musste aber kämpfen, denn der Kreisligist SC Lüden­scheid verlangte den Pletten­bergern in einer absolut fairen Partie alles ab und war bis zur 100. Spielminute gleichwertig SCL-Trainer Volker Schneider hatte seine Mann­schaft hervorragend einge­stellt. Plettenberg war zwar spielerisch und optisch überle­gen, die Bergstädter hielten aber mit Kampf und einer aus­gezeichneten Laufbereitschaft dagegen. Deshalb war die Füh­rung des SCL durch Lange (39.) auch gar nicht so überra­schend. Und hätte Friemann in der 47. Minute die Nerven bewahrt, als er ganz alleine auf TuS-Torhüter Gulas, der her­vorragend parierte, zulief, wä­re der Favorit auch gefallen. So wankte er aber nur und ret­tete sich durch Stremels Kopf­ball (64.) in die Verlängerung.
Dort drängte der TuS auf die Entscheidung. Die fiel dann auch innerhalb von fünf Minu­ten. Hüttebreucker (100.), Aharroud (105.) und Lang (106.) machten den Sack zu ­1:4. Litau (115.) gelang nur noch Ergebniskosmetik.
(WR-tom)
SCL: Mühlhoff - Gruber, Gurian, Tekin, Schulte, König, Lange, Friemann, Tatay, Eick, Geilen; Maleshay, Rutkowski, Litau, Yüksel.
TuS: Gulas Riabi, Hüttebreucker, Lan­genberg, Mucha, Spais, Aharroud, Schnei­der, Kilinc, Allenstein, Stremel; Heinze, Lang, Mrida, Ertürk.

 

Staffelleiter Helmut Jansen (rechts) war begeistert. Trotz Niederlage und verständlicher Enttäuschung präsentierten sich die SCL Junioren vorbildlich fair auf dem Honsel (Foto Hellwig)
Staffelleiter Helmut Jansen (rechts) war begeistert. Trotz Niederlage und verständlicher Enttäuschung präsentierten sich die SCL Junioren vorbildlich fair auf dem Honsel (Foto Hellwig)