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Daniel Autsch "Hammer" zappelt!! 2:1 Sieg im Relegationsspiel gegen TUS Herscheid - Kreisliga A wir sind wieder da!

SC Lüdenscheid gewann Relegationsspiel gegen tapferen TuS Herscheid glücklich in der 114. Minute - Traumtor von Autsch erlöste den SCL
(WR Lutz Großmann)

Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Fussball-Kreisliga A: SC Lüdenscheid - TuS Herscheid  2:1 n. Verl. (1:1, 0:0). 

Ein Traumtor von Daniel Autsch in der 114. Minute löste im Lager des SCL überschwänglichen Jubel aus. Im zehnten Jahr des Bestehens kehrt der SCL ins Kreisliga-Oberhaus zurück.

Fast 600 Zuschauer am Honsel sahen über weite Strecken ein von Nervosität geprägtes Relegationsspiel, in dem der SCL den besseren Start hatte, durch Thielicke (9. Kopfball; 17. Börnard pariert) das 1:0 aber verpasste. Und genau dies machte den TuS stärker, der mit ruhigem Aufbau und meist über links gefährlich wurde. Mäckeler zog in den Strafraum, doch seine Vorlage konnte niemand verwerten (27.). Bei der besten Chance verpasste Cordt J. Schneiders Hereingabe (35.). Bis auf einen nicht wirklich gefährlichen Helbig-Schuss (39.) war nichts mehr zu sehen von einem ängstlichen SCL, der nochmal Glück hatte, dass der für den verletzt ausgeschiedenen Abwehrchef March gekommene Grabowy an Jürgens scheiterte (41.).
Auch nach der Pause verlief vieles im Sande. Der erste Aufreger brachte dem SCL die Führung: Corst ließ Schmolke, der den Ball zuvor an die Hand bekommen haben soll, über die Klinge springen - so jedenfalls hatte es Schiri Cheema (LTV 61) gesehen. Dulinski, gerade eingewechselt, verwandelte den Elfer eiskalt (63.). Der SCL wähnte sich bereits am Ziel, als Herscheid zurückschlug: Jürgens wehrte Gerkes Schuss genau vor die Füße von J. Schneider - hart an der Grenze zur Abseitsposition - ab - 1:1 (79.). Wenig später haderte der TuS, jetzt mit Oberwasser, erneut mit Cheema, der beim vermeintlichen 2:1 ein Foul an Jürgens erkannt hatte (86.).
Es ging bei brütender Hitze in die Verlängerung, die Herscheid die letzten zwölf Minuten mit zehn Spielern absolvieren musste, weil Gerke verletzt ausgeschieden war. Der TuS wollte ins Elfmeterschießen, doch der eingewechselte Autsch zerstörte diese Hoffnung: Der Ex-Brügger ging rechts durch, wagte einen Schuss, der unhaltbar im Winkel zappelte - 2:1 (114.). Jetzt gab es die lange vermisste Dramatik: Schirazis Freistoss klatschte an die Latte (116.), Dulinski drosch einen Elfmeter - K. Schneider hatte Schmolke gefoult - über das Tor (118.). Wenig später war Schluss, und der SCL jubelte.

SCL: Jürgens - Krieger, Schmolke, Manthey, Dolezych, Czeterbok, Bugar (99. Dulinski), Rienäcker, Helbig, Thielicke (68. Autsch), Wolf (78. Pintavalle) 

Trainerstimmen
"Hatten Quäntchen Glück"

Frank Breitenbach (Trainer SC Lüdenscheid): "Die Mannschaft war sehr nervös und hat nur in der ersten Viertelstunde den Fussball gezeigt, den sie in den letzten elf Meisterschaftsspielen geboten hat. Allerdings hat dieses junge Team auch noch nie ein Spiel über eine solch lange Distanz machen müssen. Am Ende hatten wir auch das Quäntchen Glück. Mir fallen mehrere Steine vom Herzen, dass es endlich geklappt hat."
Jürgen Holzenkamp (Trainer TuS Herscheid): "Ich muss vor meiner Mannschaft den Hut ziehen. Wir haben uns nichts vorzuwerfen, denn wir haben bis zum Schluss gekämpft. Das war vorbildlich. Die Mannschaft hat sich total verausgabt. Bei so vielen Krämpfen hätte ich nicht gewusst, wer bei uns hätte Elfmeter schießen sollen. Am Ende war die Niederlage für uns unglücklich, ist aber kein Beinbruch. Jetzt greifen wir halt in der neuen Saison an. Dann sehen wir uns mit dem SCL wieder."

              SCL bejubelt Rückkehr in das Kreisoberhaus
Fussball-Relegationsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga A

SC Lüdenscheid - TuS Herscheid 2:1 (0:0, 1:1, 1:1) nach Verlängerung

Lüdenscheid  Riesenjubel beim SC Lüdenscheid, bittere Enttäuschung beim TuS Herscheid: Die Bergstädter schafften gestern Nachmittag vor der Traumkulisse von rund 600 Zuschauern in einem hoch spannenden, aber niveauarmen Match auf dem Honsel eine 2:1 (0:0, 1:1, 1:1)-Erfolg nach Verlängerung und lösten damit das Ticket in die A-Liga. Ein Sieg dank eines Traumtors von "Heimkehrer" Mike Autsch (115.), der von rechts via Innenpfosten genau in den "Knick" des Torwinkels traf.

Unterm Strich ein verdienter Sieg der Kreisstädter, die mehr Risiko im Spiel nach vorn und letztlich auch ein plus an Technik zu verzeichnen hatten. In den beiden Halbzeiten legte der SCL jeweils hohes Tempo vor und drängte den TuS, der schon früh den angeschlagenen Abwehrchef Volker March mit erneuter Verletzung verlor, in die Defensive. Chancen gab es etliche, gute wenige.

Die größte vergab Thielicke, der nach Czeterboks Freistoß vorbei köpfte (10.). Nach einer guten Viertelstunde aber befreite sich der TuS aus der Umklammerung, stand hinten sicher und setzte vorn auf Konter. Ebersbachs Hereingabe verpasste Juri Schneider (34.). Auf der Gegenseite vergab Helbig (35.) eine Riesenchance, ehe Grabowy die größte für den TuS liegen ließ (42.).

Nach Wiederbeginn endete die SC-Überlegenheit zunächst in einer ergebnislosen Eckballserie, ehe dann die verdiente Führung der Bergstädter fiel. Ein Treffer, den Schiri Cheema freilich nicht hätte geben dürfen. Denn der durchbrechende Schmolke legte die verspringende Kugel mit der Hand vor, eher er im Strafraum von Cordt klar gefoult wurde. Den fälligen Strafstoss versenkte der eingewechselte Dulinski (61.). 

Ausgleichende Gerechtigkeit: Auch der TuS-Ausgleich war wohl regelwidrig, weil Juri Schneiders Treffer eine Abseitsposition vorausgegangen war (77.). Ein zweites späteres TuS-Tor wurde wegen Torwartbehinderung zu Recht nicht gegeben - Verlängerung. Und dort nutzte der SCL seine Vorteile trotz guter Paraden Börnards zum letztlich verdienten Sieg, der nach Autsch Supertor freilich am seidenen Faden hing. Denn Schirazi donnerte einen Freistoss vor den Querbalken (117.), bevor Dulinski einen weiteren Elfmeter nach Konstantin Schneiders Frustfoul gegen Schmolke meterweit neben und über das Gehäuse jagte. (LN-Jörg Hellwig)